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Hochwertiges Zinn trägt das Handwerkssiegel

 
 
 
 

 
     
 
Diesem Zeichen können Sie vertrauen:
Das Handwerkssiegel der Zinngießerinnung
 
     
     
 

Bei dem heute großen Zinnsortiment fällt es nicht leicht, die richtige Wahl zu treffen. Um dem Kunden den Kauf von gutem Zinn zu erleichtern, hat die Innung des Zinngießerhandwerks ein Qualitätszeichen geschaffen, das Handwerkssiegel.

Dieses Handwerkssiegel garantiert den unbedenklichen Gebrauch von Zinn für Speisen und Getränke durch die Verwendung einer Metallegierung nach DIN 17810.

Es bietet die Gewähr dafür, daß die Gegenstände massiv gegossen und nach alter Handwerkstradition verarbeitet sind.

Die Meisterwerkstätten bemühen sich besonders um Stilreinheit der verwendeten Formen.

Bei Zinn mit dem Handwerkssiegel kann der Käufer sicher sein, keine billige, industriell gefertigte Massenware zu erhalten.

 
     

Kannengießerzunft — Zinngießerinnung

     
 

Zinn wird schon in den ältesten literarischen Dokumenten des Abendlandes z. B. bei Homer erwähnt. Der römische Dichter Plautus schreibt in seinen Komödien, daß Speisen in Gefäßen aus Zinn serviert wurden. Von solchen antiken Zinngefäßen fand man bei Ausgrabungen jedoch nur Fragmente. Die ersten vollständig erhaltenen Zinngefäße stammen aus dem 2. bis 4. Jahrhundert nach Christus. Diese hat man in England gefunden, wo die ergiebigsten Zinngruben Europas waren.

Im 9. Jahrhundert wurde Zinn neben Gold und Silber als Material für Kirchengerät zugelassen. Ab dem 14. Jahrhundert setzte sich Zinn immer mehr als Geschirr in bürgerlichen Haushalten durch. In dieser Zeit bildeten sich die ersten Zünfte, in manchen Gegenden auch Gilden, Gewerke, Ämter oder Zechen genannt. Ein Grund für den Zusammenschluß war die Notwendigkeit, sich vor der Konkurrenz zu schützen, die durch die aus der Leibeigenschaft entlaufenen bzw. entlassenen Handwerker entstand.

Die Aufgabe der Zinngießerzunft war in der Hauptsache die Überwachung der Einhaltung der Legierungsvorschrift, der sogenannten Zinnprobe, die von Stadt zu Stadt verschieden sein konnte. Dies wurde durch entsprechende Stempelmarken angezeigt.

Um Meister zu werden, mußte man in der Regel von ehelicher Geburt sein, den Gesellenbrief vorlegen, einen Nachweis über die Wanderjahre erbringen, einen gewissen Besitz nachweisen und die eigentliche Meisterprüfung ablegen. Diese bestand meist aus der Anfertigung von drei verschiedenen Zinngegenständen einschließlich der Erstellung der notwendigen Gießformen. Bevorzugt zur Meisterprüfung zugelassen wurden oft solche Gesellen, die eine Meisterwitwe heiraten wollten, die sonst der Zunft mit Versorgungsansprüchen zur Last gefallen wäre. Nach bestandener Prüfung mußten die Jung-Meister die ganze Zunft mit Essen und Trinken freihalten.

Durch die strengen Regeln, die sich bis in den privaten Bereich des einzelnen erstreckten, gelang es den Zünften, den Bestand des Handwerks über Jahrhunderte hinweg zu sichern. Bis etwa Mitte des 18. Jahrhunderts gab es überall in Deutschland diese straffen Zunftordnungen. Das Napoleonische Zeitalter brachte dann eine allmähliche Auflösung der Zünfte, und die Gewerbefreiheit des 19. Jahrhunderts beseitigte sie schließlich ganz. Die zunehmende Industrialisierung zwang die Handwerker jedoch, sich wieder zusammenzuschließen. Es bildeten sich Innungen. Die Zinngießerinnung ist also die Nachfolgeorganisation der alten Kannengießerzünfte.

 
     
 
 
 
 
 
 
   
 
 
     
     
     
     
 
 
   
   
 
 
   
     
   
     
     
     
     
     
     
   
     
     
     
       
     

© Tanja Maurer Cross Media Network, Regensburg